Spagnoletta
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Im Mittelpunkt des Programms Spagnoleta stehen die Komponisten Andrea Falconieri und Gaspar Sanz, die im Neapel des 17. Jahrhunderts wirkten. Dort etablierte sich unter der Regentschaft Don Juan d'Austrias eine neapolitanisch-iberische Kultur, die italienische und spanische Elemente in der Musik zusammenbrachte. Folias, Espanoletas und Canarios beispielsweise waren beliebte spanische Musikstücke, die über Neapel nach Italien kamen. Typisch für diese Musik ist ihr Ursprung in volkstümlichen Musizierformen, als auch ihr klanglicher Charakter, der die Klänge der gezupften Instrumente (Gitarre, Laute, Harfe) in den Mittelpunkt stellt.
Falconieri selbst war Lautenist und Harfenist, Gaspar Sanz als Gitarrist wohl auch der Lehrer des spanischen Herrschers Don Juan d' Austria auf diesem Instrument. Die Stücke Falconieris stammen aus seinem Libro primo di Canzone von 1650, die Werke von Gaspar Sanz sind Bearbeitungen aus seiner populären Sammlung Instruccion de musica sobre la guitarra espanola von 1678.
Der italienische Theorbenspieler Giovanni Kapsberger verlebte zwar den größten Teil seines Lebens in Rom, in seinen Lautenbüchern erscheinen aber immer wieder spanisch beeinflußte Musikstücke.
In den Kompositionen des spanischen Gitarristen Santiago de Murcia hingegen befinden sich zahlreiche Beispiele italienisch beeinflußter Musik. Obwohl seine Werke erst im frühen 18. Jahrhundert erschienen, ist doch ihr Ursprung deutlich in der Musik Sanz' zu suchen.
Achim Blazejewski:
Gambe, Saitentrommel, Perkussion

Judy Kadar:
Spanische Harfe, Arpa doppia,
Flöte, Perkussion
Konrad Navosak:
Chitarrone, Barockgitarre

Klaus Sonnemann:
Schalmei, Flöte
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