Musik für Anne
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Anne, letzte Herzogin


Anne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich (1477-1514), muss eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein. Sie kämpfte für die Selbstständigkeit der Bretagne und hasste den Krieg. Sie zwang sich zur Heirat und liebte ihren Mann. Sie humpelte und war sehr schön. „Nicht kleinen Mutes werde ich sein“ - „Non mudera“, das war ihre Devise. Manuskripte aus ihrem Besitz zeugen von ihrem Interesse für Politik, Dichtung, Malerei und Musik. Anne selbst nahm Unterricht bei den berühmtesten Komponisten der Zeit. Was sie komponierte, wissen wir nicht, gehen jedoch davon aus, dass Musik in ihrem Kopf war.
Wir spielen Musik ihrer Zeit, vor allem Lieder aus einem Manuskript, das heute in der Pariser Bibliothèque Nationale de France in Paris liegt (Paris, BN f. fr. 12744). Die Chansons, hier einstimmig notiert und anonym überliefert, in anderen Manuskripten aber auch mehrstimmig bearbeitet und teilweise mit Komponistennamen versehen, handeln von den Freuden der Liebe und den Leiden des Kriegs.
„Schreib, ohne Tinte und Papier, was wichtig ist, in Deinen Kopf, so dass Du’s sehen kannst in allen Farben und lesen, vorwärts und zurück.“ So lehrte man die Kinder zu Annes Zeit.
Uns, heute, bleiben nur die Noten, Tinte, Pergament, Papier - und unsere Vorstellung von dem, was in den Köpfen war. Die werden Sie hören und, wenn Sie wollen, auch nachlesen können - auf dem Heimweg, in Ihrem eigenen Kopf.
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Isabel Kraft: Gesang
Gambe, Drehleier, Fidel

Judy Kadar: Harfe,
Perkussion

Klaus Sonnemann:
Schalmei, Flöte